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ERGONOMIE IN DER ZAHNARZTPRAXIS: BESUCH BEI EINEM VORREITER

  • 8 hours ago
  • 3 min read












XO CARE Chefdesigner Kim Sørensen besuchte Dr. Reusch in Westerburg, Deutschland, um sich mit einem der führenden Experten für ergonomische Arbeitsweisen in der Zahnmedizin auszutauschen.


Beide beschäftigen sich seit vielen Jahren mit der Frage, wie sich Arbeitsweisen in Zahnarztpraxen verbessern lassen – mit dem Ziel, die Gesundheit von Zahnärztinnen und Zahnärzten zu schützen und gleichzeitig Behandlungsqualität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Praxis zu steigern.


Dr. Reusch betreibt eine Zahnarztpraxis mit außergewöhnlich hohen Qualitätsstandards. Viele seiner Patienten sind selbst Zahnärzte. Neben seiner klinischen Tätigkeit engagiert er sich intensiv für Produktivitätssteigerungen und ergonomische Arbeitsmethoden in der Zahnmedizin.


Während des dreitägigen Besuchs beobachtete Kim Sørensen die Arbeitsabläufe in der Praxis und führte intensive Gespräche mit Dr. Reusch und seinem Team über ergonomische Behandlungsmethoden und effiziente Praxisorganisation.


Dr. Reusch ist seit 25 Jahren ein Freund, und es war großartig, ihn wiederzusehen und über zahnärztliche Ergonomie und Praxismanagement zu sprechen.


Zahnmedizin ist Präzisionsarbeit. Viele Zahnärztinnen und Zahnärzte könnten davon profitieren, neue Arbeitsmethoden zu übernehmen, die eine gesunde Arbeitshaltung ermöglichen und gleichzeitig die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Praxis verbessern.

Mehr über gesunde Arbeitspositionen und effiziente Behandlungsmethoden finden Sie auch in unserem Leitfaden zur Ergonomie in der Zahnmedizin.


MATERIALMANAGEMENT UND INSTRUMENTENORGANISATION

Dr. Reusch hat ein System entwickelt, das zwei häufige Probleme in Zahnarztpraxen reduziert:


Kontamination durch die Lagerung von Instrumenten im Behandlungsraum sowie Zeitverlust, wenn während einer Behandlung benötigte Instrumente oder Materialien fehlen.


In vielen Praxen werden Instrumente und Materialien in Schubladen im Behandlungsraum aufbewahrt. Wenn sie benötigt werden, müssen Zahnärzte sich von der Behandlung abwenden, die Schublade öffnen und anschließend wieder zum Patienten zurückkehren.


Dabei entstehen mehrere Probleme.

Zum einen können sterilisierte Instrumente leicht kontaminiert werden, wenn Schubladen geöffnet werden. Zum anderen kommt es häufig vor, dass benötigte Materialien nicht vorhanden sind und erst aus anderen Behandlungsräumen oder aus der Sterilisation geholt werden müssen.


Das kostet Zeit und unterbricht den Behandlungsablauf.


ARBEITEN MIT TRAYS UND WANNEN

Das von Dr. Reusch entwickelte System organisiert Instrumente und Materialien stattdessen in Wannen und Trays.


Jede Wanne enthält Materialien für eine bestimmte Behandlung, während jedes Tray die benötigten Instrumente enthält.


Vor Beginn einer Behandlung bereitet die Assistenz den Behandlungsraum vollständig vor – inklusive aller benötigten Trays und Wannen.


Dieses System kann die Produktivität einer Zahnarztpraxis erheblich steigern.

Der Ansatz entspricht der Lean-Philosophie und ermöglicht außerdem kleinere Behandlungsräume, da diese nicht mehr als Lagerfläche genutzt werden müssen.

Behandler und Assistenz haben alle benötigten Instrumente und Materialien direkt am Patienten zur Verfügung und vermeiden gleichzeitig unnötige Kontaminationen.


WIRTSCHAFTLICHE VORTEILE FÜR DIE ZAHNARZTPRAXIS

Nach Angaben von Dr. Reusch kann die Optimierung von Sterilisationsprozessen, Materialmanagement und Behandlungsabläufen die Wirtschaftlichkeit einer Praxis deutlich verbessern.


Durch effizientere Vor- und Nachbereitungsprozesse, weniger Wartezeiten während der Behandlung und Einsparungen bei Materialkosten kann die Produktivität um bis zu 126.000 Euro pro Mitarbeiter und Jahr steigen.


ERBESSERTE WORKFLOWS IN DER ZAHNARZTPRAXIS

Ein weiteres zentrales Thema des Besuchs war die Optimierung von Behandlungsabläufen.

Dr. Reusch ist überzeugt, dass jede Behandlung in klar definierte Arbeitsschritte strukturiert werden sollte, um unvorhergesehene Situationen zu minimieren.

Mit seinem sogenannten Aha-Ansatz beschreibt er ein System, bei dem Zahnärzte während der Behandlung die wichtigsten Arbeitsschritte auf einem Bildschirm angezeigt bekommen.


Die Idee geführter Workflows entspricht genau dem Ansatz, der auch in die digitale Dentaleinheit XO FLOW integriert wurde.


Zu sehen, dass Dr. Reusch einen sehr ähnlichen Ansatz verfolgt, bestätigt unsere eigenen Designkonzepte”, erklärt Kim Sørensen.


Ein strukturierter Workflow ermöglicht es dem Behandler, jeden Schritt einer Behandlung zu kennen und die Behandlung ruhig und kontrolliert durchzuführen.















RUHE UND STRUKTUR IM BEHANDLUNGSRAUM

Während seines Besuchs beobachtete Kim Sørensen die Arbeit des Teams genau.

Besonders beeindruckend war die Ruhe im Behandlungsraum. Das gesamte Team arbeitete mit klaren Strukturen, sodass jederzeit klar war:

wo Instrumente zu finden sindwelche Materialien benötigt werdenwelcher Schritt als nächstes folgt.


Das Interessanteste für mich war zu sehen, wie ruhig die Zahnärzte gearbeitet haben. Es gab keine Unsicherheit darüber, was als Nächstes zu tun ist”, fasst Kim Sørensen nach dem Besuch zusammen.


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Lesen Sie mehr über Ergonomie in der Zahnmedizin und darüber, wie moderne Dentaleinheiten ergonomische Arbeitsweisen unterstützen.

 
 

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